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Unstetigkeit

Posted von Martin am 22. Juli 2011 in Ich selbst, Ohne mich |
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Eine interessante Woche neigt sich dem Ende zu und ausnahmsweise bin ich heute Abend auch gar nicht naß geworden – im Gegensatz zu den Abenden zuvor.

Auch der befürchtete Ansturm am Flughafen, sowohl am Gepäckschalter (auf Neudeutsch auch als „Baggage-Drop-Off“ bekannt) als auch an der Sicherheitskontrolle, blieb aus – war wohl schon vor mir in die Sommerferien abgerauscht.

Dann die erste Enttäuschung: Wollte ich mir doch auf Grund der jetzt in ausreichender Menge vorhandenen Wartezeit und zur Belohnung doch endlich einmal die Beef! gönnen. Allerdings ließ mich jetzt der flughafenweite Einzelhandelsmonopolist im Stich und führte diese frecherweise einfach nicht. Also ohne Zeitung auf den Weg zu den Sitzreihen gemacht, welche sich aber noch in der Benutzung der Passagiere des vorherigen Fluges befanden. Und dann ein kleines, aber feines Licht ein Stockwerk höher: „Exklusiver Wartebereich“. Also die Flucht ergriffen und einen kurzen Scan des Magnetstreifens später ein kleines Biotop mit Sesseln und Steckdosen ausfindig gemacht (mein Akku hat nämlich auch schon vor einiger Zeit beschlossen, dass er seine urspünglichen Aufgabe nicht mehr spannend genug findet und im Augenblick eine zweite Karriere als unnützer Ballast anstrebt).

Derart beflügelt gleich die nächste Überraschung: alle Beef!-Rezepte als Pdf verfügbar, damit Lese- und Arbeitsstoff für Monate gesichert…

Und dann noch vor dem eigentlichen Abflug die schnelle und unbarmherzige Rückkehr und Landung in die Realität. Auch n-tv ist ein natürlicher Bestandteil solcher Biotope…

Und so hingen sie da, die beiden Bildschirme nebeneinander: Links die Abflüge der nächsten 12 Stunden, deren maximale Bedrohlichkeit sich in Angaben wie „Las Palmas, 03:40“ und „Teneriffa, 03:45“ manifestierte. Und rechts daneben die Bilder aus Oslo. Also diesmal Norwegen. Und wieder die gleichen Bilder: Ein Meer aus Blaulicht, entsetzte Gesichter, Trümmer und eine Armada von Rettungs- und Sicherheitskräften jeglicher Gestalt. Ein Treffer dort, wo er am Meisten schmerzt, wo er die Verwundbarkeit eines westlichen Landes am Meisten demonstriert. Viel Zeit wird die nächsten Tage mit Analysen und Hypothesen verbracht werden, vielleicht ist das Ergebnis das Erwartete, vielleicht auch ein ganz Anderes oder vielleicht gibt es auch keines?

Die eigene Hilflosigkeit und gleichzeit auch Abgestumpftheit gegenüber diesen Nachrichten kommt einem in den Sinn, wenn der Blick wieder nach links wandert:

  • Palma de Mallorca, 04:20
  • Ibiza, 04:25
  • Fuertoventura, 05:05

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Wolkenkuckucksheim

Posted von NagAdmin am 6. Juli 2011 in Ich selbst |
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Nun ist es also amtlich…
Die Manifestation der Ära Ude, die Winterolympiade 2018 findet ihren verdienten Platz in der Urnenwand der geplatzten Träume.
Schon lange ist dort ein Plätzchen reserviert, direkt neben dem Transrapid auf der einen und dem schlüssigen Verkehrskonzept zur Anbindung des Flughafens auf der anderen Seite.
Nachdem dann die nötige Menge an Tränen und Tränchen die Isar hinabgeflossen sein werden, wird man sich im Stillen vielleicht doch noch besinnen, was für eine großartige Blamage vor den Augen der „Jugend der Welt“ man sich gerade noch erspart hat. Gut, der ewige Zorn der Taxifahrer-Gilde sei mir gewiß, denn der Pendelverkehr vom Erdinger Moos nach Garmisch oder an den Königssee hätte sicherlich einen repräsentativen Querschnitt der europäischen Auto-Industrie dem aufgeschlossenen Mann oder der aufgeschlossenen Frau nahegebracht (von den individuellen Einkünften gar nicht zu reden)… auf der anderen Seite: mehrere Stunden unter dem Einfluß des Vanille-Duftbaums hätte vielleicht ungeahnte Auswirkungen auf das Ergebnis der Doping-Probe.
Der Südafrikanischen Reisegruppe sind diese Probleme sicher sowieso nur vom Hörensagen bekannt. Der Eine wird eh abgeholt und gebracht, der Andere fliegt wahrscheinlich eh gleich weiter und was die nun Ex-Vorsitzende des OK angeht: ein bisschen Schwund ist halt doch immer…
In diesem Sinne: hangug e osin geos-eul hwan-yeonghabnida

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Zeitverschiebung

Posted von Martin am 17. Juni 2011 in Ohne mich |
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Hochsommer oder kurz davor… Kurze Pause zwischen zwei Gewittern und trotzdem nach der Arbeit noch die Zeit zum Rasenmähen gefunden. Eigentlich könnte das ein gelungener Auftakt für ein schönes Sommerwochenende sein.

Außerdem ist Freitag Abend – Krimiserienabend auf Vox – und zugegeben ich freu mich drauf als Ausklang der Arbeitswoche. Und dann das: Schon im Vorspann bunte Kugeln am Tannenbaum. Roter Faden – neben der eigentlichen Handlung – sind die Ermittlungen kurz vor den Weihnachts-Feiertagen und die verzweifelten Versuche jedes/jeder Beteiligten die beste Begründung für die rechtzeitige, ersehnte oder gefürchtete Abreise in die Feiertage zu finden („kranker Vater“, „Flug nicht erstattbar“ und noch vieles mehr).

Eigentlich ein wirklich amüsantes Szenario, wenn da nicht – ja wenn da nicht – die 20+ Grad Außentemperatur wären.

Vielleicht ist es ja ein Vorzeichen des „bevorstehenden Weltuntergangs“ – darüber jedoch mehr bei anderer Gelegenheit – verschobene Erdachsen, unsichtbare Planeten oder ist gar doch schon die Zeitmaschine erfunden? Nüchtern betrachtet ist das Phänomen doch eher die Unbekümmertheit eines Programmplaners (oder wer auch immer bestimmt, welche Folge einer Serie wann ausgestrahlt wird) und deshalb auch kein Grund die vorwochenendliche Routine zu unterbrechen. Denn so plötzlich wie die Zeit verschoben schien, ist sie auch wieder da wo sie sein soll: beim (programm-)planmäßigen Abspann genau jetzt und heute.

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Ich bin es selbst

Posted von Martin am 11. Juni 2011 in Ich selbst |
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Hier bin ich also…

Ohne Facebook-Account (und damit ganz auf der Linie von George Clooney) und mit Gezwitscher nur in den Bäumen vor der Tür.

Und doch vor die Herausforderung gestellt, wenigstens eine meine Domains nicht nur als E-Mail Postkorb zu verwenden. Zwar wurde schon einiges ausprobiert, manche Software installiert und dann wieder vergessen (auch dieser WordPress-Ansatz ist bereits mindestens der Dritte), aber nichts erblickte bisher das Licht der Welt bzw. umgekehrt: nichts wurde der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Dies zu ändern ist Sinn dieses ersten Artikels, dem hoffentlich noch der ein oder andere in welchen Abständen auch immer folgen wird: wem’s gefällt ist herzlich eingeladen zu bleiben und wiederzulesen, wem nicht, konstruktive Kritik zu äußern oder sich eine andere Spielwiese zu suchen. Denn eines wird sich sicher erstmal auch durch die Schreiberei hier nicht ändern, nämlich dass ich es selbst bin…

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