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Fachhandel

Posted von Martin am 9. Juni 2012 in Ironie, Ohne mich |
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So begab es sich an diesem regnerisch trüben Samstag, dass ich beschloss die heile Welt des Internet mit seinen tausenden und abertausenden immer für mich geöffneten Geschäften für eine Weile zu verlassen und mich in die graue und trostlose wirkliche Welt zu begeben.
Gut – vom Wetter mal abgesehen – war es eigentlich nicht so schlimm, sondern der normale Samstags-Einkauf sollte durch einen kleinen Schlenker um die Ecke (mehr Wegstrecke war es auch wirklich nicht) ergänzt werden. Und zwar um im geschulten und kompetenten Fachhandel das Objekt der Begierde (bzw. des dringenden Bedarfs) nicht nur im Original zu sehen und zu fühlen, sondern insbesondere um einen Eindruck davon zu gewinnen ob die Bedienung des Selbigen auch ohne Ingenieursstudium machbar ist, sowie ob es ggf. „Kompatibilitätsprobleme“ mit bestehender Hardware gibt…
Sollte ich es noch nicht erwähnt haben: ich war auf der Jagd nach einem neuen Autokindersitz. Der Kompetenz höherer Stellen brav folgend hatte ich den aktuellen ADAC-Test abgewartet und wollte die Testergebnisse dort, in konkreten Konsum meinerseits umsetzen. Um nicht vor Überraschungen zu stehen, war geplant das ausgewählte Modell im Fachhandel zu begutachten (Einbau, Bedienung) und ggf. sogar die Möglichkeit zu bekommen, den Platzbedarf im Auto auszuprobieren. Ja ich hatte sogar die Absicht bei nicht allzu großem Aufschlag auf klassische Weise dort im Fachgeschäft den Kauf zu tätigen, anstatt nur die Beratung abzugreifen und dann in gewohntes Online-Terrain abzutriften.
Glücklicherweise war dieser Anfall nur von kurzer Dauer, denn inzwischen bin ich in jeder Hinsicht von dieser Idee geheilt…
Zwar lief zunächst alles wie geplant: Zwei Wände voll mit Autokindersitzen, die eifrige Fachverkäuferin im Anblick des ratlosen Kunden unverzüglich im Anmarsch, die unvermeidliche Frage, die bereitgelegte und wohlformulierte Antwort……. und dann das: „ja wenn ich jeden Kindersitz hier hätte, der beim ADAC getestet wird“ und „naa, den hat uns der Hersteller noch nicht vorgestellt“.
Heute Abend in der Halbzeit studiere ich die Rücksendemodalitäten meiner Online-Händler, die nicht nur auf der Warenseite ihr Fach verstehen – vorsicht DHL, großes Paket im An- und wenn dann die „Anprobe“ nicht passt, auch wieder auf dem Rückmarsch.

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Vorurteile

Posted von Martin am 18. März 2012 in Ironie |
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Ich bleibe beim öffentlichen Nahverkehr dieser Stadt. Und diesmal ist es der Betreiber des Selbigen, der nicht nur Erwähnung finden soll, sondern mich gar zu einer neuen Kategorie inspiriert hat. Und zwar hiermit:

Schilderwald

Was also lernen wir aus diesem Stelldichein:

  • Die ausgeschriebene Aufgabe ist so kompliziert, dass man sie für die „Kolleginnen in spe“ ganz genau erklären muss?
  • Die Frauen der Stadt sind allesamt mit Sehfehlern geplagt, so dass der fürsorgliche öffentliche Unternehmer bei der Stellenausschreibung darauf Rücksicht nimmt?
  • Die durchschnittliche Statur einer Stadtbewohnerin ist 1,5 mal so groß und 2,5 mal so breit wie die der männlichen Stadtbewohner?
  • Oder gar, dass der Gewichtsunterschied zwischen Männlein und Weiblein in dieser Stadt so groß ist, dass es um die Zweiteren stabil zu halten, die doppelte Menge an Balast benötigt, wie für Erstere?
  • Alternativ ließe sich noch das Klischee von der Anzahl der im Laufe eines Tages verwendeten Worte bemühen…

Nein, genug für heute – und bevor ich jetzt böse angesehen werde, kurz zur Erinnerung: Willkommen in der neuen Kategorie „Ironie“!

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Technik

Posted von Martin am 5. März 2012 in Ich selbst |
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Ein kleiner Absatz zwischendurch (während der erste Artikel einer neuen Kategorie noch in Arbeit ist)…

Gerade jetzt bin ich mit diesem kleinen Experiment hier rundum zufrieden. Alle technischen Hindernisse sind aus der Welt geräumt (und ich musste alles in allem nur 2x das Backup wiedereinspielen). Die App funktioniert auch einwandfrei und deshalb macht mir das hier gerade richtig viel Spaß!

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Geschwindigkeitsrausch

Posted von Martin am 23. Februar 2012 in Dies & Das, Ohne mich |
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Und wieder ist etliches an Zeit vergangen. Und immer noch beschäftigt mich hauptsächlich diese Stadt (mehr dazu unter Ambivalenz), was daran liegen könnte, dass ich mich immerhin fünf Tage die Woche dort aufhalte…

Wobei, im Augenblick ist es vielmehr eine Eigenart ihrer Bewohner, die mich wieder an die Tastatur bringt. Und zwar haben diese Leute ein ganz besonderes Verhältnis zu ihren öffentlichen Verkehrsmitteln. Sicherlich liegt es an mir, dass sich der tiefere Sinn dieses „besonderen Verhältnis“ noch nicht erschlossen hat, aber der Reihe nach. Gegeben ist eines der – nach eigener Einschätzung – besten städtischen Nahverkehrssysteme Mitteleuropas, was zwar einige Macken hinsichtlich der Planung von Umsteigepunkten hat, aber das bin ich schließlich schon aus der Heimatstadt meines beruflichen Mutterschiffs gewohnt…

Was jedoch wirklich einen gewissen Charme aufweist, ist die Frequenz der einzelnen Verkehrsmittel, sowie die Verstärkungen im Berufsverkehr. So zumindest mein subjektiver Eindruck des hier-zu-Gast-Seienden. Denn für die Stadtbevölkerung scheint sich die ganze Situation völlig anders darzustellen. Wie sonst wäre es zu erklären, dass unabhängig von Alter, Geschlecht, sozialem Stand, aktueller Bekleidung, mitgeführtem Gepäck, etc., etc. allein der Eindruck eines in Kürze abfahrenden öffentlichen Verkehrsmitteln unvermittelt zu unglaublichen sportlichen Höchstleistungen befähigt. Da wird gerannt und gestolpert was die hochhackigen Schuhe hergeben. Bordsteine oder Rolltreppen im Weg? Nicht solange man (bzw. hinsichtlich des hier besprochenen Schuhwerks dann doch eher auch frau) sich eben noch so mit Balancieren der Frühstückstüte in der einen Hand und der Aktentasche in der Anderen (die Handtasche über der Schulter stellt vermutlich irgendeine Art von Gegengewicht dar) in die sich schließende Tür des beinahe abfahrenden Zuges oder Busses schmeißt, nur um ein paar cm² Stehplatz zwischen gefühlt 200 anderen Fahrgästen zu ergattern.

Vermutlich ist all das die hierzulande übliche Form von zwischenmenschlicher Nähe und Sozialverhaltens, was sich dem Außenstehenden aber einfach nicht erschließt. Insofern warte ich auch in Zukunft noch die drei Minuten ab, bis der nächste Bus (übrigens ca. 1,5 mal so groß wie der gerade erst bis unters Dach Vollgestopfte der anderen Linie) in die gleiche Richtung kommt. Dass ich mich im schlimmsten Fall sogar hinsetzen kann, anstatt mich an meinen Nebenstehern anzulehnen, das ist dann wohl das Los meiner Unkenntnis, aber damit kann ich trotz allem ganz gut leben.

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Ambivalenz

Posted von Martin am 23. November 2011 in Ich selbst |
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Viel ist mir durch den Kopf gegangen… Etliches wollte ich schon längst an dieser Stelle hier erwähnt haben…

Da ist also diese Stadt – und aus gutem Grund nenne ich sie nur „diese Stadt“. Ich will mich bemühen zeitnah (so ein schönes Wort) noch ein paar andere Aspekte bzgl. dieser Stadt zu schreiben… Also was diese Stadt angeht, so habe ich sie heute – das erste Mal seit den fast fünf Wochen, die ich nun bereits jeden Werktag hier verbringe – aus einem anderen Blickwinkel kennen gelernt. Und ich war überrascht. Und ich begann zu verstehen, warum möglicherweise – gerade jetzt zu dieser Jahreszeit – es für den gewöhnlichen Wochenpendler immer schwieriger wird, zu akzeptablen Preisen Flug und Hotel zu erhalten. Und auf der anderen Seite hat sich nichts verändert. Es bleibt dabei, ich mag sie nicht, diese Stadt. Es ist nicht meine Stadt…

Seltsam genug, eigentlich unterscheidet sie nichts (oder nicht viel) von anderen Städten, die ich kenne. Als ich heute Abend in der Hoffnung auf gefahrlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel an zentraler Stelle (zumindest gab es dort Dependancen von zwei bzw. drei der wichtigsten Unternehmen, die Stadt und Land ausmachen) ausharrte, so war um mich herum die gleiche bunte Mischung wie in gewohnteren Gefilden (vielleicht mal abgesehen von dem Glatzkopf in Leggins, Felljacke und halbhohen Was-auch-immer-Schuhen). Also ist sie doch genauso normal wie jede andere Stadt? Ja vielleicht und doch auch wieder nicht.

Eigentlich wollte ich mich noch viel mehr über diese – oben kurz angerissene – Konstellation auslassen – selbstverständlich ohne Namen zu nennen, denn das könnte zu wirklich unangenehmen Konsquenzen führen. Aber der Titel ist nicht ohne Grund gewählt und die Uhrzeit tut ihr übriges… Im Moment weiß ich echt nicht mehr weiter…

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